Satzung

selbsthilfe-digital e.V.

(Stand 17.07.2019)

 

§ 1 Name und Sitz des Vereins

 

Der Verein führt den Namen: „selbsthilfe-digital e.V.“, und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts ________ eingetragen. Er hat den Sitz in 94405 Landau. Das Geschäftsjahr des Vereins ist ein Kalenderjahr.

 

§ 2 Gemeinnützigkeit

 

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke zur Förderung der freien Wohlfahrtspflege und der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Die selbsthilfe-digital ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereines fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 3 Zweck des Vereins

 

1. Zweck der selbsthilfe-digital 

a) die Abwehr der Suchtgefahren und 

b) die Vor- und Nachsorge bei Suchtkranken, Suchtgefährdeten und Angehörigen. 

2. Daraus ergeben sich beispielhaft folgende Aufgaben:

Bildung von Basis-Gruppen, Bildung von digitalen Gesprächsgruppen 

Beratung über Behandlungs- und sonstige Hilfsmöglichkeiten, sowie Begleitung bei der ambulanten/stationären Behandlung auch über den digitalen Kommunikationsweg.

Förderung methodischer und zeitgemäßer Arbeit in Gruppen als unterstützender Faktor zur Lebensbewältigung 

Förderung und Unterstützung zielgruppenspezifischer Angebote 

Förderung von gesunden Lebensräumen für Suchtkranke und ihre Familien 

Präventive, gesundheitsfördernde Maßnahmen für Kinder und Jugendliche in persönlicher und digitaler Form.

Begleitende Hilfen in der Ausrichtung auf abstinente, sinnvolle Lebensgestaltung und eigenverantwortliche Lebensführung unter Einbeziehung von Bindungsmöglichkeiten 

Pflege und Förderung der suchtfreien Freizeitgestaltung und Geselligkeit 

Gewinnung, Aus- und Fortbildung von Mitgliedern für die aktive Mitarbeit 

Förderung der Zusammenarbeit mit Ärzten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Juristen, Pädagogen usw. und deren Zusammenschlüssen, sowie mit sonstigen Institutionen und Organisationen, die für die Selbsthilfe wesentlich sind, insbesondere mit den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe 

Allgemeine und individuelle Information und Aufklärung über die Gefahren des Alkohols und anderer Suchtmittel und über die dadurch entstehenden Schäden oder Folgeerkrankungen (Depressionen, Angststörungen etc.)

Entgegenwirken von Trinkzwängen in der Öffentlichkeit, im Berufsleben und bei privaten Anlässen 

Lobbyarbeit für suchtkranke Menschen und Angehörige 

Initiierung und Durchführung suchtpolitischer Maßnahmen und Interventionen

 

§ 4 Mitgliedschaft 

 

Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden. natürliche Personen die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben bedürfen der  Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters. 

Bei Veranstaltungen des Vereins gilt das Abstinenzgebot im Sinne von § 6 Abs. 2 für alle Teilnehmenden. Abstinenz ist die Enthaltsamkeit von Alkohol, Sucht fördernden Medikamenten, Drogen und ähnlich wirkenden Substanzen. 

Die Beitrittsanmeldung hat schriftlich oder per E-Mail bei einem Vorstandsmitglied zu erfolgen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

Mit dem Beitritt verpflichtet sich das Mitglied zur Zahlung des Beitrages. Die Höhe des Beitrages wird im Zuge der Mitgliederversammlung festgelegt.

Ehrenmitglieder sind Personen, die durch Ihren selbstlosen Einsatz zum Wohle des selbsthilfe-digital e.V. beitragen. Die Ernennung erfolgt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen im Rahmen der Jahreshauptversammlung.

Die Mitglieder werden namentlich aufgenommen.

Jedes Mitglied kann aktiv an Wahlen der Organe gem. § 8 teilnehmen und Mitglied dieser Organe werden, sofern dies nicht § 11 Absatz 5 widerspricht.

 

§ 5 Erlöschen der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt, Streichung oder Ausschluss. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Rechte des Mitglieds gegenüber dem Verein. Zuviel gezahlter Mitgliedsbeitrag wird nicht erstattet.

Ein Mitglied scheidet außerdem durch Streichung der Mitgliedschaft aus dem Verein aus. Die Streichung erfolgt durch Vorstandsbeschluss, wenn das Mitglied am Ende eines Beitragsjahres mit dem Jahresbeitrag im Rückstand ist und auch 4 Wochen nach schriftlicher Mahnung durch den Vorstand diesen nicht eingezahlt hat. In der Mahnung muss auf die bevorstehende Streichung der Mitgliedschaft hingewiesen werden. Die Mahnung kann als Brief oder E-Mail an die zuletzt bekannte Adresse erfolgen und ist auch wirksam, wenn die Sendung als unzustellbar zurückkommt.

Ein Mitglied ist jederzeit zum Austritt aus dem Verein mit einer Frist von vier Wochen zum Jahresende berechtigt. Die Erklärung über den Austritt aus dem Verein hat schriftlich zu erfolgen und ist als Brief oder als E-Mail  an den Vorstand zu senden.

Ein Mitglied kann aus dem Verein jederzeit ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt. Der Ausschluss erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung mit zweidrittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Einstimmigkeit des Vorstandes ist Voraussetzung. Zuvor ist dem Mitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

 

§ 6 Rechte und Pflichten des Mitglieds 

 

Die Mitglieder haben alle Rechte und Pflichten, die sich aus der Satzung und der Zweckbestimmung des Vereins ergeben. Insbesondere das aktive und passive Wahlrecht. Die Mitglieder sind zur pünktlichen und vollständigen Zahlung ihrer Beiträge verpflichtet und haben die Interessen des Vereins zu fördern.

 

§ 7 Organe des Vereins

 

Vereinsorgane sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt.

 

§ 8 Mitgliedsbeitrag, Geschäftsjahr und Einsatz der Vereinsmittel

 

Die Höhe der Mitgliedsbeiträge in den jeweiligen Mitgliedsgruppen wird durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen festgelegt. Studenten und Arbeitslose zahlen jeweils den halben Beitrag ihrer Mitgliedsgruppe. Ehrenmitglieder sind von der Entrichtung der Mitgliedsbeiträge befreit.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Mittel des Vereins werden nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet.

 

§ 9 Vergütungen für die Vereinstätigkeit

 

Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt.

Bei Bedarf können Vereinsämter gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden. Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit trifft der Vorstand.

Der Vorstand ist ermächtigt, Tätigkeiten für den Verein gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung oder Aufwandsentschädigung zu beauftragen. Maßgebend ist die Haushaltslage des Vereins.

Die Mitglieder des Vereins haben einen Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die beauftragte Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Hierzu gehören insbesondere Fahrt- und Reisekosten, Porto, Telefon, usw. .

Der Anspruch auf Aufwendungsersatz kann nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen nach seiner Entstehung geltend gemacht werden. 

Erstattungen werden nur gewährt, wenn die Aufwendungen durch prüfsichere Belege und Aufstellungen nachgewiesen werden.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. 

 

 

§ 10 Vorstand

 

Der Vorstand des Vereins besteht aus:

Vorsitzenden des Vorstands

dem 1. stellvertretenden des Vorstands

dem Schriftführer

Kassenwart

 

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins, die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Verwaltung des Vereinsvermögens. Er beruft und leitet die Mitgliederversammlung. Die Führung der Geschäfte und Angelegenheiten des Vereins erfolgt in arbeitsteiliger Weise durch die Vorstandsmitglieder. Dazu kann er Referate einrichten und Referenten berufen und abberufen.

Über jede Verhandlung des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die vom Protokollführer und dem Vorsitzenden des Vorstands zu unterzeichnen ist. 

Der Kassenwart verantwortet die Kassenführung. Er bzw. ein vom Vorstand beauftragtes Vereinsmitglied hat über alle Ausgaben und Einnahmen ordnungsgemäß Buch zu führen. Zahlungen an den Verein müssen gegen Quittungserteilung in Empfang genommen werden. Zahlungen für den Verein an dritte dürfen nur auf Anweisung des Vorstands geleistet werden.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hat der Kassenwart einen Rechenschaftsbericht zu erstatten.

 

§ 11 Geschäftsführung und Vertretung des Vereins 

 

Die Geschäftsführung des Vereins obliegt dem Vorstand nach Maßgabe dieser Satzung.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des BGB neu vertreten durch:

den Vorsitzenden des Vorstands

Der Vorsitzende ist vertretungsbefugt und muss immer dabei sein.

Bei Vornahme von Ausgaben, bis zu einem Gegenstandswert von € 1.000,- bedarf der vertretungsberechtigte Vorstand der Zustimmung des Vorsitzenden des Vorstands. Bei Vornahme von Ausgaben vom mehr als € 1.000, - die Zustimmung des Gesamtvorstandes.

 

§ 12 Vorstandssitzungen 

 

Vorstandssitzungen finden mindestens alle 6 Monate statt. und können in Form von realen, virtuellen oder teilvirtuellen Sitzungen abgehalten werden, 

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder  an realen, virtuellen oder teilvirtuellen Sitzungen teilnehmen. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist die Stimme des Vorsitzenden des Vorstands ausschlaggebend. Der Vorsitzende des Vorstands hat der Mitgliederversammlung die Beschlüsse des Vorstandes mitzuteilen.

Bei Vorstandsbeschlüssen sollen unbedingt mit entscheiden: der Vorsitzende  des Vorstands, sowie ein weiteres Vorstandsmitglied.

 

§ 13 Geschäftsordnung

 

Der Vorstand - § 9 - gibt sich selbst die Geschäftsordnung.

 

§ 14 Mitgliederversammlung

 

1. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Beschlussfassung über:

Wahl des Vorstandes und dessen Entlastung

Satzungsänderungen

Änderung des Vereinszwecks

Ausschluss eines Mitglieds

Auflösung des Vereins

Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

Angelegenheiten, die vom Vorstand zur Beratung gestellt werden

Entgegennahme des Jahresberichtes

Entgegennahme des Kassenberichtes

Genehmigung der Bilanz und der Jahresrechnung.

2. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden den Mitgliedern durch Rundschreiben oder E-Mail bekannt gegeben.

3. Die Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt und wird real, virtuell oder teilvirtuell abgehalten.

4. Außerordentliche Mitgliederversammlung können ebenfalls real, virtuell oder teilvirtuell abgehalten werden.

5. Zuständig für die Einberufung der Mitgliederversammlung und für die Tagesordnung ist der Vorstand. Die Einladung hat schriftlich oder per E-Mail unter Einhaltung einer Frist von mindestens 20 Tagen zu erfolgen. Anträge an die Mitgliederversammlung müssen mindestens 14 Tage vor dem Termin schriftlich oder per E-Mail dem Vorstand zugeleitet werden.

6. In der Mitgliederversammlung berichtet der Vorstand der Versammlung über den Betrieb und die Lage des Vereins. Er legt Rechnung ab, die vorher von einem bestimmten Mitglied, welches nicht dem Vorstand angehört, geprüft sein muss. Die Prüfungsberichte sind der Versammlung vorzulegen. Sie sind von der Versammlung zu genehmigen.

7. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ist über den Ausschluss eines Mitglieds oder über die Auflösung des Vereins zu entscheiden, bedarf es einer zweidrittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. 

8. Die Art der Abstimmung wir grundsätzlich vom Vorsitzenden als Versammlungsleiter festgesetzt. Die Abstimmung muss jedoch geheim durchgeführt werden, wenn ein Fünftel der erschienenen Mitglieder dies beantragt.

9. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Die anstehenden Neuwahlen der Vorstandsmitglieder erfolgen:

a) für den Vorsitzenden des Vorstands, den Stellvertreter, den Schriftführer und dem Kassenwart

 

§ 15 Kassenführung

 

Die zur Erreichung des Vereinszweckes notwendigen Mittel werden in erster Linie durch Beiträge und Spenden aufgebracht. Der Kassenführer führt Buch über die Kassengeschäfte und erstellt einen jährlichen Kassenbericht. Zahlungen dürfen nur aufgrund von Auszahlungsanordnungen des  Vorstands geleistet werden. Der jährliche Kassenbericht wird von einem Kassenprüfer, der auf zwei Jahre gewählt wird, geprüft. Der geprüfte Kassenbericht wird der Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorgelegt.

 

§ 16 Datenschutz

 

Der Datenschutz wird mit der jeweils gültigen Datenschutzordnung geregelt. Diese wird vom Vorstand erlassen und bedarf nicht der Zustimmung der Mitgliederversammlung.

 

§ 17 Haftpflichtversicherung

 

Der Vorstand ist verpflichtet, sich über die Gesetzmäßigkeiten der Haftpflichtversicherung zu informieren. Für Personen oder Sachschäden (Drittschäden) ist der Verein nicht zur Verantwortung zu ziehen. 

 

§ 18 Schlichtung

 

Der Schlichtungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern: Vorsitzender des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied.

 

§ 19 Vereinstreffpunkt

 

Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen und sonstige Vereinsversammlungen finden u.a. im Rahmen von Seminare, Workshops und sonstige Gruppenversammlungen, an dem der Verein teilnimmt, statt. Die Termine müssen den Mitgliedern vier Wochen vor der Versammlung mitgeteilt werden.

 

§ 20 Auflösung des Vereins

 

Der Verein kann durch Beschluss der Mitglieder aufgelöst werden

Der Verein ist aufgelöst, wenn die Zahl der Mitglieder unter 3 sinkt.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Caritas Regensburg Suchtberatung. Es ist ausschließlich für die gemeinnützigen Zwecke der  Suchtkrankenhilfe zu verwenden.

Solange die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, ist der/die Vorsitzende vertretungsberechtigte/r Liquidator. Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

 

§ 21 Schlussbestimmungen

 

Diese Satzung tritt in Kraft nach Ablauf des Tages, an welchem die Mitgliederversammlung sie mit einfacher Mehrheit angenommen hat.

Sollte aus irgendwelchen Gründen eine Bestimmung dieser Satzung unwirksam sein oder werden, so bleiben ungeachtet dessen die übrigen Bestimmungen in Kraft.

 

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Vorsitzender des Vorstands

 

 

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