UNSERE WERTE:

Miteinander Reden, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit

In Zukunft bieten wir auch eine MPU Gruppe an,
diese befindet sich noch in Planung.
Bei Interesse gebt uns einfach Bescheid.

Die Basisgruppe Landau-Dingolfing trifft sich ab sofort immer Donnerstag um 18:30 Uhr in den Räumlichkeiten der Caritas Dingolfing.

Adresse: Fachambulanz für Suchtprobleme

               Speisemarkt 1, 84130 Dingolfing

Die Basisgruppe Brandenburg trifft sich ab sofort immer Donnerstag um 18:30 Uhr in den Räumlichkeiten des Begegnungszentrum

Adresse: Hermersdorfer Hauptstraße 18a

                15374 Müncheberg/Hermersdorf

 

Angehörige dürfen selbstverständlich an jeder Gruppe teilnehmen.
Wer eine eigene Gruppe gründen möchte, darf sich jeder Zeit über den Livechat melden.

Reden ist Silber, Schweigen ist nicht immer Gold.

Vor allem bei der Suchterkrankungsbehandlung ist das Kommunizieren und Zuhören vielmehr Gold.

Wie wichtig und erfolgreich kommunizierende Gruppen sind, belegen zahlreiche Selbsthilfegruppen wie der Kreuzbund oder AA-Gruppen und die niedrigen Rückfallzahlen der Mitglieder.

Es kostet natürlich etwas Überwindung bei einer Gruppe teil zu nehmen aber es rentiert sich.

 

 

Regeln für das Gruppengespräch

Es bietet sich an, für ein Treffen der Selbsthilfegruppe eine Gesprächsleitung zu bestimmen. Die Gesprächsleitung kann auch unter den Teilnehmer/Innen jedes mal wechseln. Die Gesprächsleitung ist verantwortlich für den Ablauf des Gruppentreffens. Dabei orientiert sie sich an den gemeinsam vereinbarten Gruppenregeln.

Am Anfang jeder Gruppensitzung kann eine kurze Vorstellungsrunde stehen.
Zu Beginn und am Ende der Gruppensitzung sollte zudem eine Blitzlicht-Runde durchgeführt werden. Jede/r kommt kurz zu Wort und berichtet über die augenblicklichen Gefühle und Erwartungen. Dies kann auch nützlich sein, wenn das Gruppengespräch ins Stocken geraten ist.

Sprechen Sie in „Ich-Form“. Vermeiden Sie die „Man-“ oder „Wir-Form“. Jede/r sollte sich direkt an die anderen GruppenteilnehmerInnen wenden, mit ihnen und nicht über sie sprechen.

Zuhören ist wichtig und will gelernt sein. Es kann geübt werden, indem eine Zeitlang stets das Gehörte mit eigenen Worten wiederholt und sich dadurch vergewissert wird, ob der Vorredner/die Vorrednerin richtig verstanden wurde.

Gefühle mit der größtmöglichen Offenheit äußern. Dies gilt insbesondere für „negative“ Empfindungen, die im Alltagsleben häufig unterdrückt werden: Angst, Schwäche, Abneigung, Sorgen ...

Störungen haben Vorrang. Wer nicht zuhören kann, beunruhigt, traurig oder wütend ist, sollte das möglichst bald aussprechen.

Eigenständigkeit respektieren. Es kann nur über Meinungen diskutiert werden. Beim Erfahrungsaustausch gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.

Keine Ratschläge erteilen (Ratschläge können Schläge sein). Probleme offenlassen, d. h. es sollte kein zeitlicher Druck bei der Lösung der eigenen sowie der Schwierigkeiten anderer entstehen.

Schweigepflicht: Über die Gespräche in der Selbsthilfegruppe wird Außenstehenden gegenüber absolutes Stillschweigen bewahrt.

Diese Tipps für die Arbeit in Selbsthilfegruppen sind als Anregungen gedacht. Jede Gruppe wird letztendlich ihren eigenen Stil entwickeln, der sich aus den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen ergibt. Dabei muss jede Gruppe selbst entscheiden, welche Strukturen sie sich gibt. Entscheidend ist nur, dass sich die Gruppe gemeinschaftlich einigt und beizeiten fragt, ob die getroffene Wahl (noch) den Bedürfnissen der Mitglieder entspricht.

Was ist wichtig, damit Gespräche in der Gruppe gelingen können?

* Jede/r ist für sich selbst verantwortlich.
* Nicht alle gleichzeitig.
* Was einen ärgert, möglichst bald in die Gruppe bringen.
* Seitengespräche vermeiden.
* Sich selbst zur Sprache bringen.
* Dem anderen mal sagen, was mir an ihm gefällt.
* Nichts aus der Gruppe heraustragen.
* Klar sagen, was ich will.
* Gefühle aussprechen.
* Auf Körpersignale achten.
* Rücksicht nehmen.
 
So können Sie diese „Regeln“ in die Gruppe einbringen:

1. Sie als Ganzes zum Thema von einem oder mehreren Treffen machen, oder
2. jeweils ein oder zwei Regeln pro Treffen besprechen oder
3. jede/r Teilnehmer/in sucht sich die für sie/ihn wichtigste Regel heraus und stellt diese vor, begründet,
    worin die Wichtigkeit für
    sie/ihn mit Blick auf die Gruppe liegt (dies kann auch als „Hausaufgabe“ mitgegeben werden) oder
4. alle bewerten die Regeln, schätzen ein, ob sie schon gut umgesetzt werden oder wo die Gruppe noch
    besonderen Nachholbedarf hat.